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Besuch der Audi AG

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Foto: Audi AG

Die Klasse FTM1/2 besuchte am 27. März 2017 die Audi AG in Neckarsulm.

Die Werksführung ermöglichte spannende Einblicke in die Welt der Audi AG und begann im modernsten Presswerk in Europa. Mit tonnenschweren Pressen entstanden aus Blechbändern unterschiedliche Karosserieteile für die einzelnen Fahrzeugmodelle. Danach folgte der hochautomatisierte Karosseriebau. Rund 1620 Roboter fügten die Karosserieteile in einem perfekten Zusammenspiel zu hochpräzisen Karosserien aus Stahl und Aluminium zusammen. Der Weg führte weiter in die Fahrzeugmontage. Besondere Highlights waren der Einbau des Frontendmoduls, der Fahrzeugfront mit dem für Audi typischen Singleframe-Kühlergrill sowie hochmoderne Logistiken. Der abschließende Höhepunkt war die Zusammenführung der Karosserie mit dem Antriebsstrang.

Neu bei der Audi AG ist die schrittweise Einführung der modularen Produktion. Dazu wird die Fließbandarbeit mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit und der immer gleichen Abfolge von Arbeitsschritten abgelöst. Stattdessen transportieren fahrerlose Transportsysteme die Karosserien durch eine Montagestraße. Dauert ein Arbeitsschritt länger als ein anderer, bleibt die Karosserie an dieser Montagestation einfach länger stehen. Trotzdem entsteht kein Stau, weil ein Computer errechnet, welche Arbeitsschritte vorgezogen werden können und die Transportsysteme zur nächsten freien Montagestation schickt. Wird eine Sonderausstattung nicht benötigt, wird diese Station übersprungen und das Auto wird entsprechend schneller fertig.

Diese modulare Produktion besitzt einen hohen Grad an Komplexität. Es handelt sich dabei um einen Verbund aus informations- und softwaretechnischen sowie mechanischen, elektrischen und elektronischen Komponenten, die über eine Dateninfrastruktur kommunizieren. Bis zum Ende der Produktionsumstellung möchte die Audi AG damit eine Zeiteinsparung von etwa 20 % erreichen.

(ru)