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Besuch des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt

bild1Die Klasse FTM1/2 besuchte am 21. März 2018 das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine wurde im Forum für Raumfahrtantriebe das Projekt „H2Orizon“ als wichtiger Beitrag zur Energiewende präsentiert. Mit dem überschüssigen regenerativ erzeugten Strom des naheliegenden Windparks „Hardthäuser Wald“ wird Wasserstoff mit Hilfe von Elektrolyse erzeugt. Dieser wird in Tanks zwischengespeichert und ist verfügbar für die Prüfstände des DLR, Brennstoffzellenfahrzeuge sowie den Betrieb von Blockheizkraftwerken.

Es folgte ein Einblick über das Testgelände des DLR an einem maßstabsgetreuen Modell und ein geführter Rundgang im Ausstellungsgebäude mit Exponaten und Filmen aus 50 Jahren Raumfahrtgeschichte.

Beeindruckend war der Rundgang über das Forschungs- und Testgelände. Mit den Triebwerksprüfständen werden die Antriebstechnologien der Raketen bis zur Einsatzreife entwickelt. Mit einem Höhensimulationsprüfstand wird beispielsweise der Betrieb des neuen Oberstufentriebwerks Vinci unter Weltraumbedingungen und damit im Vakuum getestet.

Ein besonderer Höhepunkt der Exkursion war die Besichtigung des Vulcain 2-Prüfstands für die erste Stufe der Ariane 5. Das Ergebnis der Triebwerkstests bis zur Höchstleistung von 3 Gigawatt ist nicht nur der Nachweis der Funktionstüchtigkeit. Der Einsatz von hochgenauen Mess- und Analysesystemen liefert auch eine große Datenmenge über die Drücke und Temperaturen in den Treibstoffleitungen und der Brennkammer, die Drehzahlen der Turbopumpen sowie die entstehenden Vibrationen, denen das Triebwerk während des Heißlaufs ausgesetzt ist. Damit werden dem Triebwerksentwickler ArianeGroup detaillierte Rückschlüsse auf technische Fragestellungen ermöglicht.

[Ru]

Foto: Test eines Vulcain 2-Triebwerks (DLR)